Themen des Monats

Die Helfer

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MITTEL

Von Barbara Kerbel

Immer wieder klingelt bei Max Berthold das Telefon. Er sagt dann kurz „Entschuldigung, heute ist alles ein bisschen viel“, nimmt das Telefongespräch an, gibt eine Auskunft oder eine Anweisung. Und setzt die unterbrochene Unterhaltung mit ruhiger Stimme fort. Dass er Stress hat, sieht man ihm nicht an. Und das, obwohl der 52-Jährige erst am Tag vorher aus China zurückgekommen ist. Vier Wochen lang hat er dort mit dem Technischen Hilfswerk (THW) für die Menschen im Erdbebengebiet rund um die Stadt Dujiangyan sauberes Trinkwasser hergestellt. Viel Arbeit in seiner eigenen Firma blieb solange liegen. Deshalb das pausenlose Handy-Klingeln.
Max Berthold ist einer von 23 Millionen Deutschen, die sich ehrenamtlich engagieren. Das heißt: Sie arbeiten vor allem in ihrer Freizeit, ohne dafür Geld zu bekommen. Laut einer Umfrage der Bundesregierung, dem sogenannten Freiwilligensurvey, engagiert sich jeder Dritte über 14 Jahre ehrenamtlich – Tendenz steigend. Die Zahlen für Österreich und die Schweiz sind ähnlich: 44 Prozent aller Österreicher und 38 Prozent aller Schweizer über 15 Jahre leisten unbezahlte Arbeit. Die Freiwilligen arbeiten in den verschiedensten Bereichen: Sie kümmern sich um Kinder, Jugendliche, Senioren oder Behinderte, trainieren Sportmannschaften, arbeiten im Naturschutz, bei Rettungsdiensten oder bei der Freiwilligen Feuerwehr. Auch in der Kommunalpolitik, den Kirchen und den Gewerkschaften sind viele Freiwillige aktiv. 40 Prozent aller Ehrenamtlichen engagieren sich in einem Verein.

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